Krabat oder Die Suche nach dem Glück ein Liedtheaterstück von Jörg Müller nach dem Buch „Krabat oder Die Verwandlung der Welt“ von Jurij Brezan Singeclub „Regenbogen“ Moskau, 1986/87 Besetzung der Rollen Heiko Heuselein: Krabat – Jan Serbin Matthias Bernhardt: Müller Jakub Kuschk Ute Wolfram: Smjala Thomas Pietsch: Wolf Reißenberg Ines Ohde: Erzählerin in weiteren Rollen: Jörg Müller: Ceballo, Mann, Schulze, Besucher, Student C. Kerstin Korthals Mädchen, Studentin M. (Constanzia Waldhauer) Jens Dost: Herrgott, Bettler, Schulzengehilfe, Mann Matthias Bernhardt: Student K. Ute Wolfram: Frau, Studentin S. Thomas Pietsch: Student R. Ines Ohde: Studentin E. Musikalische Besetzung Heiko Heuselein: Gesang, Geige, Klanghölzer Matthias Bernhardt: Gesang, Blockflöte, Gitarre, Triangel Ute Wolfram: Gesang, Gitarre, Mandoline Thomas Pietsch: Gesang, Gitarre, Trommel, Waschbrett, Schellenring Ines Ohde: Gesang, Bassgitarre, Blockflöte, Gitarre, Trommel, Triangel Jörg Müller: Klavier, Bassgitarre, Waschbrett, Trommel, Blasharmonika Kerstin Korthals Gesang, Mandoline Jens Dost: Gesang, Akkordeon, Blockflöte, Gitarre, Triangel Vorspiel Alle (außer Herrgott) kommen spielend aus dem Publikum auf die Bühne. Kuschk und das Mädchen fangen an zu tanzen. Oles Tanz Geige, Mandoline, Flöte, Trommel, Schellenring Das Paar wendet sich dann an das Publikum, während die Musik spielt: Kuschk: Kommt herbei, ihr werten Leut, ob Bauersknecht, ob Mannsmann, zu des Theaters hoher Kunst, Eroten, Possen, Bänkelsang. Mädchen: Schaut gut zu, euch wird´s gefallen, was unsereins sogleich beginnt. Was einst geschah in diesen Landen, des Dichters Wort zur Kunde bringt. Kuschk: Es sein bemerkt, dass zwar die Sagen entstanden schon vor langer Zeit. Doch findet man in neuem Rocke dergleichen Helden auch noch heut´. Mädchen: Drum schaut genau, um zu erkennen, wer hinter diesen Masken steckt, wird doch das Wesen der Figuren durch ihren Namen schnell verdeckt. Kuschk:beide: Doch sei´n der Wort´ genug vertan, Vorhang auf, das Spiel fängt an! 1. Akt Erzählerin: Nun, habt ihr Augen und Ohren aufgesperrt? Das Köpfchen freigemacht, die zähen und widerspenstigen Gedanken daraus verbannt? Dann kann es ja fast schon losgehen. Wir spielen euch heut´, ja, wie soll man es nennen? Keinen Schwank, dass euch die Bäuche vor Lachen platzen, keine Dramen vom zerbrochenen Liebesglück, auch nicht die Heldentaten der Ritter, Fürsten und Kaiser, sondern: Die Geschichte von Krabat oder Von einem, der auszog, das Glücksland zu suchen. Über sein Dasein gibt es viele Ansichten: ein Held, ein Schelm, ein Bruder Hitzig und Witzig, ein Philosoph, der nie ein Weib geküsst, ein Sänger, dem keine Schürze zu fest gebunden war, ein Ewigjunger, ein alter, müder Mann, der seinen Tod nicht findet – kurz, so viele Leute, so viele Ansichten. Seine Geburt freilich ist nirgends verzeichnet, und dass er gestorben sein sollte, ist auch undenkbar. Und manche erzählen, der Herr habe ihm das ewige Leben gegeben, bis dass ..., da brüllte neben dem Herrn ein Löwe auf, und niemand verstand den Rest des Satzes auch Krabat nicht. Erzählerin: Am siebenten Tag hatte der Herr alles erschaffen: Weiber und Männer, Gebirge und Meere, die himmlischen Heerscharen und sich selbst, das Immermehr und das Niegenug, die Fische und die Vögel, das Brot und das Salz, und auch den Korn zum Trinken und den Tabak zum Rauchen. Der Herr selbst und seine Heerscharen hatten den Himmel bezogen, aber alles übrige stand und lag herum auf einem großen Haufen, und niemand wusste, was damit anfangen. Der Herr aber war müde von der Arbeit und legte sich ein bisschen hin. Chaosmusik Geige, Gitarre, Mandoline, Flöte, Trommel, Waschbrett Die Geige beginnt eine Melodie, die anderen fallen mit ihren Instrumenten ein, und alles endet in einem fürchterlichen Krach. Herrgott: RUHE ! Erzählerin: Derr Herr musste einsehen, dass ihm seine unvollendete Schöpfung keine Ruhe bringen würde, und sagte kurz entschlossen: Herrgott: Also meine lieben Kinder, passt mal auf! Ich verteile jetzt das ganze Zeug, und wer was haben will, ruft Hier! alle: Hier! Herrgott: Verstanden? Kopfnicken. Herrgott: Hm, allerdings sei euch vorher gesagt, dass ich die Dinge geschaffen habe, damit ihr Menschen auch ´was Nützliches anstellt. Deshalb gebe ich euch zuerst das Wasser, das Feuer und den Wind. Lernt mit ihnen umzugehen! Doch das zu schaffen, wird euch nicht so leicht fallen, und ihr werdet einige Zeit brauchen, bis was Gescheites dabei herauskommen wird. Und nun lasst uns beginnen. Das erste Ding ist eine Axt, zum Bäume fällen und ... Mann: Hier! Herrgott: Gut, so wirst du im Wald arbeiten. Als zweites habe ich einen Pflug. Krabat: Hier! Herrgott: Dann wirst du mit ihm den Boden bearbeiten und Mais und Rüben anbauen. Säsack und Sense bekommst du gleich noch dazu. Und wer will in diese Mühle dort ziehen? Kuschk: Ich! Herrgott: Nun, so wirst du der Müller sein und Mehl für euer Brot mahlen. Erzählerin: Die Liste der nützlichen Dinge war lang, und jeder bekam das, was für seine Tätigkeit vonnöten war. Herrgott: Ein Gewehr? Reißenberg: Hier! Herrgott: Damit kannst du auf die Jagd gehen. Erzählerin: Später kamen in dem großen Haufen noch ganz andere Dinge zum Vorschein. Der Herr hatte sie geschaffen, um im Menschen auch das Gefühl für das Schöne zu erwecken. Herrgott: Ein Apfelbäumchen? Smjala: Hier! Herrgott (zum Mädchen): Und du? Willst du denn gar nichts haben? Hier, nimm dieses Goldfischlein. Erzählerin: Und so kamen dann auch noch eine Menge großer und kleiner Tiere an die Reihe. Herrgott: Ein Esel? Kuschk: Hier! Den brauche ich in der Mühle, damit er mir die Säcke wegschleppt. Herrgott: Richtig! Dafür ist er wahrlich gut geeignet. Als nächsten haben wir den Elefanten. Schulterzucken. Herrgott: Was, keiner will den Elefanten? Dann ab mit ihm in den Busch! Weiter! Ein Pferd. Krabat und Reißenberg: Hier! Herrgott: Wer war der Erste? Dann schreit noch einmal. Wer lauter schreit, erhält den Gaul. Krabat und Reißenberg: Hier! Herrgott: Du warst lauter. Du kriegst dafür die Kuh. Der Hund. Krabat und Reißenberg: Hier! Reißenberg: Wenn ich auf die Jagd reite, brauche ich den Hund. Pferd und Hund gehören zusammen. Herrgott: Das stimmt. Du kriegst dafür die Katze. Erzählerin: Ganz zuletzt verteilte der Herr Felder, Wiesen und Wälder. Der Vornehme, Wolf Reißenberg, machte geltend, dass sie logischerweise ihm zufallen müssten. Denn wie sonst sollte er frei auf die Jagd ziehen können? Krabat: Und woher nehme ich das Futter für meine Kuh? Und wo soll ich den Weizen anbauen? Reißenberg: Das Futter und die Bauernarbeit bekommst du von mir! Erzählerin: Dem lieben Gott schien der Handel nicht ganz geheuer, aber es war schon spät am Tage, und er wollte die Sache hinter sich haben. Schließlich, schon im Abgehen, griff er in die Tasche und reichte Krabat eine Lerche. Herrgott: Nimm noch diese Lerche! Sie kennt alle Lieder. Beschütze sie gut , Krabat!. lustiges Müller-Motiv Flöte Krabat schläft ein, Smjala kommt zu ihm. Smjala: Guten Tag!. Krabat: Träum´ ich, oder ist es Wirklichkeit? Ich werde sie anfassen – Träume kann man nicht anfassen! Krabat gibt Smjala einen Apfel. Krabat: Träume essen keine Äpfel. Smjala: Ich bin Smjala. Krabat: Wohin gehen wir? Smjala: Irgendwohin, wo wir glücklich sind. Krabat: Irgendwo, glücklich. Du kennst so viele Worte. Ich werde uns das Land Glücksland suchen. Smjala: Ist es weit bis dahin? Krabat: Wenn es das Wort gibt, gibt es auch das Land. Erzählerin: Gegen Abend erreichten sie einen Bach. Smjala, die alles, was ihr gefiel, mit Namen behing, wahrscheinlich hatte sie auch ihren eigenen erfunden, nannte den Bach Satkulla. Krabat: Das ist unser Land, Smjala. Smjala: Ja, das gefällt mir, der Apfelbaum riecht so gut. Krabat: Nimm dazu noch die Lerche. Sie kennt alle Lieder. Smjala-Lied Sologesang (Smjala), wird unterbrochen vom Reißenberg-Motiv Bassgitarre Reißenberg: Nicht schlecht, ein schönes Land. Gehört ihr hierher? Krabat: Wir wohnen hier auf dem Hügel. Nimm du die Berge, das Hügelchen gehört uns. Reißenberg geht ab. Smjala: Ich habe Angst vor ihm. Müller Kuschk kommt. Kuschk: Ich habe ihn gesehen, gestern. Nachdem er das Land bekam, hat er sich auch das Brot genommen, unser Brot. Smjala: Wer bist du? lustiges Müller-Motiv Flöte Smjala: Du solltest Jakub Kuschk heißen, Jakub klingt zuverlässig, und Kuschk lustig. Krabat: Du sagtest, er nahm euer Brot. Du bist doch der Müller? Kuschk: Ja, er kam in die Mühle. Wir waren gerade fertig mit Mahlen. Er sagte, ihm gehöre das Land und also auch die Macht! Bettlerlied Gesang (Bettler), Geige, Gitarre, Flöte Smjala und Krabat sitzen unterm Apfelbaum. Krabat: Smjala, du gefällst mir. Wo du bist, ist für mich das Glücksland. Reißenberg tritt hinzu. Reißenberg: Ausgezeichnet, ganz ausgezeichnet. Mir gefällt sie auch. Krabat: Das ist meine Frau Smjala. Reißenberg: Sie wird es gut bei mir haben. Reißenberg drückt Krabat herunter und zieht Smjala mit sich weg. Reißenberg: Es wäre dumm von mir, dich zu töten. Aber sieh dich vor, sonst wird es dir schlecht ergehen. Ende des Smjala-Liedes Gesang (Bettler), Gitarre Der Baum verliert seine Blüten. Erzählerin: Irgendwann, vielleicht in der gleichen Nacht, am frühen Morgen oder viele Tage später machte er sich auf, Smjala zu suchen, wo das Wasser fließt, wo der Wind weht. Manchmal war Krabat allein, manchmal war Jakub Kuschk bei ihm. Krabat sitzt unterm Apfelbaum. trauriges Müller-Motiv Flöte Kuschk: Was ist mit dem Apfelbaum geschehen? Warum trägt er keine Blüten mehr? Krabat: So wie ich Smjala verlor, verlor der Baum seine Blüten. Erzählerin: Der Müller Jakub Kuschk ließ seinen Verstand nicht zwischen Mehlsäcken und Mühlwasser verstauben und verrosten, sondern schickte ihn nach links und rechts auf Kundschaft, und was der Kundschafter an Wissensbeute heimbrachte, schüttete er zuhauf, ordnete es sorgfältig, Korn nach Korn, und gewann auf diese Weise ohne Hilfe des Propheten die Überzeugung, dass der siebente Tag nicht ewig dauern werde. Kuschk: Weißt du, darauf, nicht auf das Ende, sondern auf einen neuen Anfang muss man sich rechtzeitig vorbereiten, dass man die Fehler, die seinerzeit bei der Schöpfung unterlaufen sind, nicht noch einmal macht. Krabat: Also eine zweite Schöpfung? Kuschk: Nein. Die Leute werden gefragt werden, nicht: Willst du das haben?, sondern: Wie willst du das haben! Die Fresssäcke werden schreien: Schlaraffenland, die Dummköpfe: Paradies. Aber nicht nach ihnen wird es gehen, Gott sei Dank. Gehen wird es nach denen, die wissen. Erzählerin: Um zu denen zu gehören und nicht zu den Unvorbereiteten, hatte er angefangen, neben seinem Mahl-, Schrot- und Steuerbuch ein Menschenbuch zu führen. Seite um Seite wurden in ihm die Eigenschaften des Menschen auf ihre künftige Verwendbarkeit gemessen und gewogen, wobei sich darin auch die Dinge wiederfanden, die zum Menschen gehören wie der Bach zur Wassermühle. So machte sich der Müller auch über Krabat seine Gedanken. Dieser hatte die Suche nach dem Glücksland nicht aufgegeben, und somit erweiterte sich das Buch um ständig neue Erkenntnisse. Nach langem Suchen und Gedankenmahlen entstand dann auch ein Lied für Krabat. Krabat-Lied (I) Gesang (Krabat), 2 Gitarren, Altflöte, Triangel 2. Akt Motiv aus der Leningrader Sinfonie Klavier Erzählerin: Krabat starb in vielen Kriegen, und immer wieder war die Erde wüst und leer wie am ersten Tag. Und Gott schien zu schlafen. Krabat und Kuschk am Apfelbaum. trauriges Müller-Motiv Flöte Kuschk: Bruder, wie hast du dich gerettet? Krabat: Ich weiß es ebensowenig wie du selbst, doch weiß ich, dass die Furcht noch lebt. Kuschk: Wie lange noch? Krabat: Bis der Baum den starken waagerechten Ast getrieben hat, an dem Wolf Reißenberg hängen wird. Kuschk: Ich glaube, der Baum wird bald wieder Blüten tragen, für jede besiegte Furcht eine. frühere Aufführungen: Kriegsmann später dann: Sag Bruder Gesang (Kuschk), Gitarre, Bassgitarre, 2 Flöten Krabat und Kuschk ab. Reißenberg sitzt schreibend am Tisch, ein Mädchen bringt ihm etwas zu trinken. Walzer Klavier Mädchen: Hier, Oheim, das ist für dich. Reißenberg: Danke, mein Kind. Reißenberg schreibt weiter, das Mädchen geht zum Fenster. Reißenberg: Du bist so still. Möchtest du nicht mit dem Hund spielen? Was schaust du nur immerfort aus dem Fenster? Mädchen: Ach, bloß so. Lass mich doch ins Dorf gehen zur Amme. Ich möchte Märchen hören. Reißenberg: Kind, es ist Krieg, seitdem ich dich aufgenommen habe. Die Menschen sind schmutzig und die Hütten zerfallen. Dort kannst du nicht hin. Mädchen: Aber warum verjagst du den Krieg nicht? Reißenberg: Das verstehst du nicht. Kriege wird es immer geben, solange die Menschen unzufrieden und neidisch sind. Mädchen ab. Draußen schreit das Volk nach Reißenberg. Kuschk: Reißenberg ist schuld! Frau: Mein Bruder ist nicht aus dem Krieg wiedergekommen! Mann: Die Felder sind verbrannt! Krabat: Das Volk hungert! alle: Reißenberg ist schuld! Ein Besucher wühlt sich durch die Menge zu Reißenberg. Besucher: Das Volk begehrt auf! Reißenberg: Ach, sie sind dumm und unwissend! Erzählerin: Reißenberg ließ schon vor langer Zeit seine Untertanen in einen Pferch der Unwissenheit sperren. Und immer, wenn er sich an seiner Macht ergötzen wollte, führte er seine Freunde an den Pferchzaun und ließ die Armseeligkeit bestaunen. Reißenberg und der Besucher kommen zum Dorf. Besucher: Kennt ihr die Zahl Pi oder Hannibal, den großen Feldherren? Schulterzucken. Reißenberg: Seht ihr, wie dumm sie sind! Frau: So lasst uns einen hinausschicken, er soll diese Zahl Pi und den Feldherren lernen, und dann soll er uns lehren. Reißenberg: Was nützt euch die Zahl Pi, es genügt, wenn ihr wisst, dass ich euer Herr bin und ihr die Zahl drei kennt: Ehrfurcht, Liebe und Gehorsam. Mann: So lasst uns einen hinausschicken, er soll dann in der Kirche vor uns predigen. Reißenberg: Gottes Wort ist halbes Herrenwort! Gut, schickt einen!. Reißenberg und Besucher ab. Erzählerin: Und die Leute schickten einen Burschen, Jan Serbin, den sie ausgewählt hatten, und er musste den schwarzen Rock überziehen, denn der war der Schlüssel zum Ausgang des Pferches. Serbin: Ich will den Hannibal lernen und die Zahl Pi, vor allem aber jedoch die großen Dichter. Aber ich will keiner sein, eingesperrt in den schwarzen Rock und seinen Gehorsam. Frau: Lerne, was richtig ist, Jan, wie sollen wir das wissen. Trotz allem Gesang, Mandoline, Geige, Flöte, Akkordeon, Trommel Reißenberg und Besucher bauen die Kneipe „Zum Austauschbaren Glück“ auf. Reißenberg: Jeden Tag Unruhen. So geht das nicht weiter. Besucher: Verkaufen wir ihnen doch Glück. Besucher dreht das Schild „Zum Austauschbaren Glück“ um. Bier auf Hawaii grölender Gesang ohne Text, Klavier Kuschk und ein Mann kommen in die Kneipe, später auch Serbin (Krabat). Witze, Lachen. Smjala tritt abseits auf. Song von den friedlichen Zeiten Gesang (Smjala), Klavier, 2 Flöten Erzählerin und Serbin singen zum Schluss mit. Dann Serbin und Smjala ab Ende von Bier auf Hawaii Klavier Reißenberg: Schluss jetzt, morgen geht es wieder an die Arbeit. Bleibet glücklich! Erzählerin: Es war ein glücklicher Tag für Wolf Reißenberg gewesen, er hatte das „Austauschbare Glück“ gefunden. Die Leute würden so schnell nicht wieder murren, außerdem verdiente er nicht schlecht daran. In solch guter Stimmung beschloss er, sich nun noch den unverbesserlich Unglücklichen zu widmen, die bisher noch nicht den rechten Weg gefunden hatten. Eines Tages hatte er den richtigen Mann entdeckt. Ceballo kommt im weißen Kittel. Ceballo: Sie haben mir geschrieben, sie suchten einen fähigen Biologen. Zu welchen Bedingungen? Reißenberg: Kennen sie sich mit Gehirnen aus? Ceballo: Ja. Reißenberg: Kann man die Menschen ihr Unglück vergessen machen, ihnen sozusagen ihr Konfliktbewusstsein nehmen? Ceballo: Für wieviel? Reißenberg: 500 000. Ceballo: Eine Million. Reißenberg: Gut, sie bekommen ein Labor in OMEGA-DELTA. Es liegt ein wenig tief unter der Erde, doch ich denke, es wird ihnen gefallen. Ceballo und Reißenberg ab. Erzählerin: Während Ceballo zu forschen begann, wie er die Menschen glücklich machen könnte, sie den Hunger vergessen zu machen, bekam Jan den Hunger zu spüren. Nicht immer reichte das Brot. Jan studierte nicht die Kirchenwissenschaften, vielmehr hatte er beschlossen, sich den biologischen und medizinischen Wissenschaften zu widmen. Vielleicht glaubte er, so den Leuten im Dorf am meisten zu nützen. Jan Serbin (Krabat) kommt, eine Zeitung in der Hand. Serbin: Was ist denn das? „Glück bedeutet Zufriedenheit! Das kann jetzt, zumindest was die Tierwelt betrifft, als bewiesen betrachtet werden. Einem Forschungsteam in OMEGA-DELTA ist es gelungen, Ratten, die 18 Tage ohne Futter gelebt hatten, so zu beeinflussen, dass sie sich nicht, wie das sonst bei Ratten üblich ist, auffraßen, die Tiere verabscheuten sogar jegliches Futter. Sie taten nichts anderes, als miteinander zu spielen, bis sie vor Erschöpfung starben.“ Ein Mädchen kommt hinzu und lauscht enttäuscht. Mädchen: Das ist ein böses Märchen. Serbin: Nein, kein Märchen. OMEGA-DELTA ist Reißenberg, und die Ratten sind wir. Verstehst du das? Mädchen: Nein. Serbin: (wundernd, sinnend) Bist du Smjala? Mädchen: Ich weiß nicht, wer ist das? Serbin: (versonnen) Ein Märchen, vielleicht. (ärgerlich) Aber Reißenbergs Ratten sind keine Märchen! Trotzdem Gesang (Erzählerin), Klavier, Geige, Akkordeon Stummer Wettlauf zwischen Ceballo und Jan Serbin, beide forschen in verschiedenen Laboren. Jan kommt schneller ans Ziel. Serbin: (glücklich) Ich habe die Rattenformel gefunden. Mädchen: Und was willst du nun damit tun?! Jan findet keine Antwort auf die Frage. Mädchen: Hier ist noch ein Brief für dich. Serbin: Sehr geehrter Herr Serbin ... Formel ... laden wir Sie herzlich nach OMEGA-DELTA ein ... Ihr Wolf Reißenberg. Beide ab. Jan geht zu Reißenberg. Der folgende Dialog wird von Ceballo am Klavier begleitet. Reißenberg: Ich bin ein alter Mann, Professor Serbin. Ich will ehrlich sein. Als ich erfuhr, dass Sie kommen würden, überlegte ich nicht lange. Ich bin nicht hier, um diesen schönen Morgen zu genießen und einen noch schöneren Sonnenuntergang zu erleben – es gibt nirgendwo schönere Sonnenuntergänge – sondern um mit Ihnen zu reden. Wir haben die Wahl unterzugehen oder aber eine Welt glüklicher Menschen in der Zukunft zu haben. Wir, Sie, Professor Serbin und ich, wir könnten es schaffen. Wir haben die Pflicht, Wissen und Macht zu vereinen, um die Menschheit vor sich selbst zu retten. Serbin: Auf welche Weise? Reißenberg: Mit Ihrer Formel. Serbin: Wenn ich die Formel hätte, sie wischte diese Menschheit von der Erde und stellte eine andere hin. Reißenberg: Eine bessere? Serbin: Eine Unmenschheit. Eine, die unfähig wäre, sich vorwärts zu denken und also zurückglitte. Reißenberg: Sie haben die Formel! Serbin: Sie ist sinnlos! Reißenberg: Kann man mit ihr Krebs heilen? Serbin: Ja. Reißenberg: Verlorene Gliedmaßen nachwachsen lassen? Serbin: Ja. Reißenberg: Defekte Hirne heilen? Serbin: Ja. Reißenberg: Wieso ist sie dann sinnlos? Serbin: Weil man mit ihr auch Krebs machen, Hirne deformieren und Überhirne ohne Körper schaffen kann. Reißenberg: Grausig, wer würde so etwas tun? Serbin: Sie! Reißenberg: (in sich zusammenfallend) Es ist seltsam, dass selbst Sie, Serbin, primitiven Ideologievorstellungen verhaftet bleiben. Serbin: Die Formel ist sinnlos, solange eine Gruppe Menschen Vorteile anstrebt, die Nachteile für andere bedeuten. Reißenberg: Das Ziel ist eine Welt glücklicher Menschen ohne Kriege, Revolutionen. Ich biete Ihnen alle Technik dazu. Sie wären Gott für die neue Welt1 Serbin: Unsere Wissenschaft ist aus dem Leben davongelaufen. Nicht mit ihr kann sich die Welt retten. Und deswegen muss ich jede, auch die verbrecherischste Formel um die Breite eines Laserstrahls eher erkennen als Sie, Wolf Reißenberg! Reißenberg: Ceballo! Ceballo bricht das Klavierspiel ab und kommt hinzu. Ceballo: Herr Serbin, wir könnten Sie zwingen! Serbin: Herr Ceballo, ich kam eigentlich, weil ich zu Ihnen wollte. Sie könnten der Einzige sein, der auch schon nah am Ziel ist. Ceballo: Dennoch gewinnen wir mit Ihnen viel Zeit. Sie werden auf den Teil Ihrer Vorstellungen verzichten, der unseren Absichten zuwiderläuft. Serbin: Ohne Diskussion? Ceballo: Wir werden Ihr Gehirn entleeren. Serbin: Dazu ist es bereits zu spät! Für Sie! (ins Publikum gesprochen) Es ist notwendig, Ceballo, der ein Ding ist, zu vermenschlichen, bevor er uns zu zufriedenen, glücklichen Dingen macht. Ceballo bricht zusammen. Es ist nun endlich an der Zeit Gesang, Gitarre, Flöte, Trommel 3. Akt Erzählerin: Ich habe euch nun schon eine Menge über Krabat erzählt. Bliebe die Frage, wo er heute lebt, dass er lebt, ist sicher, denn trotz Revolution und Technik gibt es genügend Probleme. Außerdem sind sie schwerer zu durchschauen. Es reicht nicht mehr, einzelne Reißenbergs an den Baum der Geschichte zu hängen. Brot und Buch Gesang (Erzählerin), Gitarre, Alt- und Tenorflöte Krabat sitzt und angelt. Der Schulze und sein Gehilfe kommen hinzu. Schulze: Da sitzt du hier vom Morgen bis zum Abend und fängst nichts? Warum nicht? Krabat: Weil die Fische nicht an die Angel gehen. Schulze: Du hast recht, ich habe es mit eigenen Augen gesehen, dass sie nicht an die Angel gehen. So geht das nicht weiter. (an seinen Gehilfen) Rufe sofort alle Einwohner zusammen! Sage ihnen, sie werden bald genug zu essen haben. Gehilfe: Dorfversammlung! Dorfversammlung! Alle kommen hinzu. Der Gehilfe hängt eine Losung auf: „Klüger, Erfolgreicher, Zufriedener“. Schulze: Unsere Fische in unserem Bach sind durch die ständige Nachbarschaft mit uns klug geworden und lassen sich nicht mehr angeln, weil sie wissen, die Angel hat einen Haken. Wenn wir nun den Haken einfach weglassen, überlisten wir die Fische und werden einen reichen Fang haben. Damit es sich auch lohnt und alle Pfannen und Kochtöpfe durch die Klugheit eures Schulzen von Fischen überquellen, wollen wir uns gleich ans Werk begeben. Die Leute gehen. Der Schulze setzt sich an den Tisch. Schulze: Ja, ja. So geht das nun Tag um Tag. Aber ohne klare Anordnungen wäre all unser Reichtum ein erdachter, der niemandem nutzt. Krabat und der Gehilfe kommen zurück. Schulze: Nun, seid ihr erfolgreich? Krabat: Ich habe nichts gefangen. Gehilfe: Wenn ihr auch nichts fangt, so haben wir doch soviele Fische in unserem Bach wie nie zuvor. Gelobt sei unser Schulze. Krabat: Du bist ein tiefsinniger Mann, Schulze. Kannst du mir sagen, wie lange ein Mensch braucht, um klug zu werden? Schulze: Das kann ich dir wohl sagen. Nämlich bis er Schulze geworden ist. Nun könnte freilich einer sagen, da und dort sei einer zu Klugheit gekommen, ohne zuvor zum Schulzenamt gekommen zu sein, doch die Klugheit solcher Leute ist von keinerlei Nutzen, weil allein dem Schulzen das Wort gegeben ist, von seiner Klugheit mitzuteilen, und eine stumme Klugheit ist keine Klugheit. Alle ab. Student R. kommt und knallt ein Buch auf den Tisch. Später kommen weitere Studenten hinzu. Student R.: Von früh bis spät lernen! Wozu soll das nur gut sein? Mädchen, sag mal, wozu lernst du überhaupt? Studentin M.: Lernen? Ich? Wozu? – Na wozu schon. Was weiß ich. Frag die anderen! Studentin E.: Musst du so mit den Büchern umgehen? Student R.: Ist es deins? Wozu brauch ich´s überhaupt? Krabat: Wozu arbeiten wir überhaupt? Student C.: Was heißt wofür? Wozu gibt es denn Stundenpläne? Lehrpläne? Arbeitspläne? und überhaupt Pläne? Da stehn unsere Ziele drin. Das ist doch ... Krabat: Nichts ist klar. Früher ging es gegen Reißenberg, aber heute? Wo ist jetzt das Glück? Student R.: Reißenberg ist tot. Kruglyj Durak Gesang (Reißenberg, in Russisch), Gitarre, Bassgitarre, Banjo, Trommel, Waschbrett Studentin S.: Ihr seid so fröhlich, habt ihr noch nichts von dem großen Unglück gehört? Student R.: Es reden ja alle schon den ganzen Tag davon. Aber das ist doch so weit weg ... Krabat: Ist es deswegen weniger Unglück? Student K.: Das finde ich auch. Studentin S.: Ich möchte irgendwas tun für die Leute dort. Student R.: Ach, das wird sowieso alles organisiert. Student C.: Richtig. Wir machen unsere Arbeit, andere machen ihre Arbeit. So hat alles seine Ordnung. Was du dich immer gleich einmischen willst. Bretterzaun Gesang, Gitarre, Blasharmonika, Klanghölzer, Triangel, Waschbrett Kuschk: Wohin gehst du? Mädchen: Ich weiß nicht. Kuschk: Warum läufst du dann? Mädchen: Ich weiß nicht. Kuschk: Wohin führt dann die Straße? Mädchen: Ich weiß nicht. Wir könnten uns lieben. Kuschk: Warum? Mädchen: Ich weiß nicht. Bloß so. Wir könnten auch hier bleiben. Kuschk: Und dann? Mädchen: Ich weiß nicht. Vielleicht sterben wir. Kuschk: Wozu sterben? Mädchen: Wozu leben? Kuschk: Ich weiß nicht ist der angenehmste Ort auf der Welt, den ich kenne. Ceballo kommt. Erzählerin steht am Apfelbaum. Ceballo: Ich weiß nicht, was Glück ist. Wozu auch? Das Ziel ist, das Geheimnis des Lebens zu entschleiern. Alles Leben ist ein Prozess. Wenn man ihn erkannt hat, kann man ihn steuern. Erzählerin: Ich wünsche keinem, dass er das gefunden hat. Ceballo: Wenn es einmal gefunden ist, wird es keine Probleme mehr geben. Das Leben wird fehlerfrei sein. Die Weltlage erfordert einfach, dass sich die Wissenschaft der Menschheit annimmt. Erzählerin: Ich stelle mir die Weltlage wie einen riesigen flachen Teller vor, früher war er vielleicht einmal aus Zinn, jetzt ist er aus Glas. Wir haben einen solchen Teller, er ist wunderbar blau, wenn die Sonne darauf scheint. Ich fasse den Teller nicht an, ich will nicht der sein, der ihn fallen lässt. Es genügt vielleicht schon, dass man ihn irgendwo anstößt, und er geht in Scherben. Ceballo: Der erste Schritt dazu ist ganz einfach: Jeder Mensch muss nützlich gemacht werden. Erzählerin: Wenn ich so ein Zaubermittel in der Hand hätte, und ich finge an, die Leute in unserem Dorf nützlich zu machen ..., das heißt nützlich sind sie alle, aber ich mache sie gänzlich nützlich. Zum Beispiel der Schmied, der nur im Winter nützlich ist, da schmiedet er. Im Sommer sucht man ihn am besten bei seinen Bienen. Ich aber lasse ihn das ganze Jahr schmieden. Aber die Bienengeschichten, wie verschieden die Bienen summen, eifrig, lustig, enttäuscht, müde, zornig – wer erzählt die dann? Du hast so große Augen Gesang (Smjala), 2 Gitarren Ceballo: Und gestatten sie mir noch ein letztes Bekenntnis: Ich glaube an den Sieg des Fortschritts überall und in gleichen Maßen. Erzählerin: Oder unser Vorsitzender. Er lässt die Satkulla in unterirdische Röhren packen, damit die Maschinen einen Riesenacker haben. Die Maschinen haben es leichter, und die Leute werden reicher. Vielleicht möchten die Leute lieber den gewundenen Bach behalten, aber der Fortschritt entscheidet, dass sie lieber reicher werden wollen müssen. Was weiß dieses Zaubermittel von der Freude? ruhiges Müller-Motiv Flöte Mann (Herrgott), Krabat, Kuschk, Reißenberg, Ceballo, Mädchen, Erzählerin bilden einen Halbkreis mit dem Rücken nach innen um Smjala herum, die auf einem Stuhl sitzend singt. Träume mag ich Sologesang (Smjala), Gitarre Krabat geht zu ihr. Krabat: Bist du Smjala? Smjala: Krabat, hast du mich über Reißenberg ganz vergessen? Nacheinander drehen sich die Personen im Kreis um und fragen Krabat. Mann (Herrgott): Krabat, wo ist deine Lerche? Erzählerin: Krabat, wer hat den Bach, die Satkulla vergiftet? Reißenberg: Krabat, wo ist denn der starke Ast, an dem ich hängen werde? Kuschk: Krabat, wie soll ich für alle Mehl mahlen, wenn das Korn nicht reicht? Mädchen: Krabat, wohin soll ich gehen? Ceballo: Krabat, warum benutzt du deine Formel nicht? Alle schnell ab. Krabat: Nein! Es gibt sie nicht. Einsam tret ich auf den Weg, den leeren Rezitation (Krabat), im Hintergrund Gitarre, Akkordeon Kuschk kommt hinzu. lustiges Müller-Motiv Flöte Kuschk bricht ab, weil er einen Schmetterling sieht. Krabat tritt hinzu,. später auch Smjala. Krabat: Was machst du? Kuschk: Wie schön der Schmetterling ist. Krabat: Schön, na gut. Aber wie macht die Raupe das, dass sie solche Farben hervor bringt? Ich habe hunderte Raupen zerschnitten. Überall dasselbe graue Raupenfleisch. Kuschk: Das ist es, Bruder. Ich sehe, wie schön der Schmetterling ist. Du willst wissen, warum er so ist? Immer willst du wissen, warum etwas so ist, und wenn es dir so, wie es ist, nicht gefällt, willst du es anders machen. Krabat: Das ist wahr. Aber woher weißt du das? Smjala: Oh, Jakub, wie schön der ist. Er soll auch Kuschk heißen. Kuschk: Ach, weißt du, er soll lieber gar nicht heißen. Lassen wir ihn fliegen ..., sonst kommt Krabat noch auf völlig falsche Gedanken, und fragt sich, warum der Kuschk herumfliegt und nicht seine Körner mahlt. Kuschk geht ab. Wer möchte nicht im Leben bleiben Gesang (Smjala und Krabat), Klavier Smjala geht ab. Das Mädchen kommt. Mädchen: Ich will am Kampf der Klassen teilnehmen. Lehre mich! Krabat: Setz dich! (Mädchen setzt sich.) Mädchen: Wie soll ich kämpfen? Krabat: Sitzt du gut? Mädchen: Ich weiß nicht, aber ich bin nicht gekommen, sitzen zu lernen. Krabat: Ich weiß, du willst kämpfen lernen, aber dazu musst du gut sitzen, da wir jetzt eben sitzen und sitzend lernen wollen. Mädchen: Wenn man immer danach strebt, die bequemste Lage einzunehmen und aus dem Bestehenden das Beste herauszuholen, kurz, wenn man nach Genuss strebt, wie kann man da kämpfen? Krabat: Wenn man nicht nach Genuss strebt, nicht das Beste dem Bestehenden herausholen will, warum sollte man da kämpfen? Alle kommen sehr fröhlich hinzu und spielen die Tanzmusik vom Anfang. Kuschk tanzt wieder mit dem Mädchen. Oles Tanz Geige, Mandoline, Flöte, Akkordeon, Trommel, Waschbrett Die Musikanten marschieren ab.. Kuschk: Sieh doch, diesen hellen Schein in der Krone. Sollte er bald blühen wollen? Krabat: Ja, Bruder. Doch Wolf Reißenberg ist unsterblich; solange der Baum nicht den waagerechten starken Ast getrieben hat! Kuschk: An dem er hängen wird? Krabat: Wenn er hängt, ist er nicht mehr, also wird er nicht hängen. Reißenberg: Wie lange ist Krabat unsterblich? Ceballo: Bis er dich gehängt hat. Oder – bis du ihn gehängt hast. Reißenberg: Wie kann das geschehen? Ceballo: Krabat hört auf, Glücksland zu suchen, Krabat hört auf, Krabat zu sein. Krabat: Erst wenn wir uns selbst widerrufen, geht der siebente Tag zu Ende und bricht der achte nicht an. Gelebt und gestorben, Bruder. Kuschk: Und gestorben und gelebt ... Smjala kommt. Kuschk: Sieh doch ... Krabat: Jede ähnelt Smjala, wo der Wind weht, wo das Wasser fließt. Krabat-Lied (II) Gesang (Krabat), Gitarre, Bassgitarre, Klavier, Altflöte