Kriegsmann Ich bin ein alter Kriegsmann, grau ist mein Haar und lang. Ich reit auf meinem müden Pferd den staub´gen Weg entlang. Ich hör´ die Schwerter klingen, und wie Getroff´ne schrein. Und wo man meine Hilfe braucht, muss ich zur Stelle sein. Den Sohn nehm´ ich dem Weib weg und geb´ ihm einen Speer, drei Jahre muss er mit mir ziehn durch Berge bis ans Meer. Er soll all die Armen sehn, mit ihnen Erde fressen, soll ihr Gebet um Frieden hörn und es nie mehr vergessen. Die Steppe ist mein Lager, der Himmel ist mein Zelt. So reit´ ich Tag und Nacht dahin ohn´ Ruh´ auf dieser Welt. Und ruht die Schlacht für einen Tag, sitz´ ich an einem Baum, ich zünde mir ein Feuer an und denk´ an meine Frau. Es wacht dann eine Sehnsucht auf, die lange in mir schlief. Ich leg´ sie in ein Ahornblatt, vergrab´ es klaftertief. Den Bogen muss ich spannen, die Klinge halt´ ich scharf, mein Herz leg´ ich in Eisen, weil ich nicht schwach sein darf. Text: Gerhard Gundermann Musik: ??